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Klassik & Ballett / Klassikkonzert
TANZ DER STUNDEN - Galakonzert zum Jahreswechsel
Sonntag, 30. Dezember 2018
17:00 Uhr
Konzert- und Kongresshalle / JKS in Bamberg

Programm:

Bedřich Smetana: Ouvertüre zu „Libuše“

Carl Maria von Weber: Aufforderung zum Tanz op. 65

Richard Wagner: Huldigungsmarsch für König Ludwig II. von Bayern           

Charles Gounod: Walzer aus „Faust“

Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 2

Antonín Dvořák: Slawische Tänze op. 46 Nr. 1 C-Dur und Nr. 2 e-Moll

Amilcare Ponchielli: „Tanz der Stunden“ aus „La Gioconda“

Johann Strauß: Leichtes Blut

Johann Strauß: An der schönen blauen Donau

Edward Elgar: Pomp and Circumstance, Marsch Nr. 1

Tschechisches Symphonieorchester Prag

Gerd Schaller, Dirigent

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Ein unterhaltsames Konzert zum Jahreswechsel - und noch dazu ein bereichernder Abend: Wie könnte man sich besser auf Sylvester einstimmen?

Wieder einmal präsentiert Gerd Schaller hier nämlich eine spannende Mischung aus bekannten Melodien, aber auch unbekannten Pretiosen: Elgars Pomp and Circumstances stehen da neben Strauß‘ Donau-Walzer; dessen Leichtes Blut-Polka neben Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2.

Weit seltener hört man dagegen die Ouvertüre zu Smetanas tschechischer Nationaloper Libuše, oder eines der unbekanntesten Werke des bekannten Dramatikers Richard Wagner: Seinen Huldigungsmarsch für König Ludwig II., den der Komponist dem frischgekrönten König zu dessen 19. Geburtstag im August 1864 zueignete. Nur leider kam der Marsch zum eigentlichen Geburtstag am Ende gar nicht zum Einsatz, da der Kapellmeister der Münchner Militärmusik, der das Geburtstagsständchen dirigieren hätte sollen, zwei Tage vor dem Jubeltage einem Herzanfall erlag - in den ihn vermutlich die anstrengenden Vorbereitungen dieses Konzertes und insbesonders Wagners ausufernde musikalische Ansprüche getrieben hatten... Aber ohnehin schien Ludwig, als er das Werk dann im Oktober schließlich doch zu hören bekam, nicht besonders beeindruckt gewesen zu sein; zumindest sind keine nennenswerten Kommentare von seiner Seite überliefert. Wagner selbst jedoch war durchaus stolz darauf, und bemerkte, er habe darin etwas „aus Lohengrin und Tannhäuser und vielleicht was Neues“ geschrieben.

Namensgebend für dieses Konzert am 30. Dezember in der Konzerthalle Bamberk ist dagegen das bekannteste Werk des (heute) eher unbekannten italienischen Komponisten Amilchare Ponchielli: Um die 15 Opern hat dieser geschrieben, dazu Ballette, Vokalwerke und unzählige Stücke für Blasorchester. Doch mehr oder weniger das einzige, das heute noch gespielt wird, ist das Ballett Tanz der Stunden aus der Oper La Gioconda - ein ungeheuer apartes, reizendes Werk, das allein schon zu hören den Besuch dieses Konzertes zu einem bereichernden Erlebnis machen dürfte!

Ein Konzert des Ebracher Musiksommers




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