„Andorra“ von Max Frisch
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„Andorra“ von Max Frisch
Kooperation mit dem Franz-Ludwig-Gymnasium
Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Es spielen: Stephan Bach, Felix D‘Angelo Ursula Gumbsch, Martin Habermeyer,
Juliane Ulmer
Inszenierung: Nina Lorenz
Bühne/Kostüm: Denise Leisentritt
Musik: Jakob Fischer
Choreographie: Johanna Knefelkamp
Produktionsleitung: Valentin Bartzsch
Regieassistenz: Maya Schnittger
Lichtdesign: Benjamin Bochmann
