Bamberger Symphoniker - 2. Kammerkonzert

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(SchülerInnen, Auszubildende, Studierende, Menschen mit Behinderung (ab GdB60) und wirtschaftlich Schwache (“SozCard”, GEZ-Befreiung o. ä.) – ein gültiger Ausweis ist bei Erwerb und Eintritt vorzulegen. – freie Platzwahl)
12,00

Beschreibung

Streichquintett

Warum sollte man Werke für Quintett-Besetzung schreiben, wo doch das Streichquartett als schöpferische Krone der Kammermusik gilt? Haydn etwa fand darauf keine Antwort und meinte, er habe »die fünfte Stimme nicht finden« können. Unser Kammerkonzert beweist, dass die durchaus von einigen Komponisten bedachte Quintett-Gattung gerade aufgrund ihrer zusätzlichen
klanglichen und satztechnischen Möglichkeiten äußerst faszinierend ist. Los geht es mit einer spannenden Neuentdeckung unseres Jahrhunderts: Das Es-Dur-Quintett wurde erst im Jahr 2008 uraufgeführt, nachdem es plötzlich bei einer Auktion von Sotheby’s auftauchte. Komponiert wurde es allerdings bereits 1918 – vom hochbetagten, schwerkranken und durch den Ersten Weltkrieg desillusionierten Max Bruch, der damals schrieb, dass ihn »nur die Kunst tröstet«. Und so erschuf er sich mit diesem reizvollen und souverän ausgearbeiteten Werk noch einmal eine heile romantische Welt. Ein ähnliches »Schicksal« erlitt Zemlinskys Komposition: Das 1896 vollendete Streichquintett umfasste eigentlich vier Sätze – da aber zwei davon bisher nicht aus dem Dornröschenschlaf aufgeweckt werden konnten, kann es nur als Torso erklingen. Auf ein expressives Allegro folgt ein humorvoll-virtuoses Kehraus-Finale. Zemlinsky diente das klangschwelgerische Streichquintett op. 111 von Brahms als Vorbild: Ein Spätwerk aus dem Jahr 1890, mit dem der altersmüde Komponist ursprünglich sein Kammermusik-Schaffen beenden wollte und seinem Verleger mitteilte, er könne sich nun von seiner »Musik verabschieden, denn es ist sicherlich Zeit zu gehen«. Trotzdem gelang ihm mit dem opulenten Quintett ein großer Wurf mit weitgehend mitreißendem Optimismus samt Walzer- und Csárdás-Anklängen – aber durchaus auch mit trauererfüllten und gespenstisch wirkenden Momenten.

Nina Junke Violine
Minkyung Sul Violine
Paulina Riquelme Díaz Viola
Wolfram Hauser Viola
Lucie de Roos Violoncello

Max Bruch Streichquintett Es-Dur
Alexander Zemlinsky Zwei Sätze für Streichquintett
Johannes Brahms Streichquintett Nr. 2 in G-Dur op. 111

Veranstaltungsort

Konzerthalle / Joseph-Keilberth-Saal
Mußstr. 1

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