Bamberger Symphoniker - 4. Kammerkonzert

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(SchülerInnen, Auszubildende, Studierende, Menschen mit Behinderung (ab GdB60) und wirtschaftlich Schwache (“SozCard”, GEZ-Befreiung o. ä.) – ein gültiger Ausweis ist bei Erwerb und Eintritt vorzulegen. – freie Platzwahl)
12,00

Beschreibung

KAMMERKONZERT: Streichquartett

»Es gibt keinen höheren Zweck der Kunst, als in dem Menschen diejenige Lust zu entzünden, welche sein ganzes Wesen von aller irdischen Qual befreit und ihn so erhebt, dass er sein Haupt stolz und froh emporrichtend das Göttliche schaut, ja mit ihm in Berührung kommt.« Diese Aussage machte eine bekannte literarische Figur – der sprechende Hund Berganza, mit dem E.T.A. Hoffmann vor über 200 Jahren eine Nacht lang im Bamberger Hain ein intensives Gespräch führte. Im Sinne des geflügelten Goethe-Zitates unterhalten sich auch die »vier vernünftigen Leute« unseres aus den Orchesterreihen entstandenen Berganza-Quartettes seit nun 20 Jahren in unveränderter Besetzung musikalisch miteinander. Das Ensemble startet das Konzert mit unterhaltsam-ironischen Stücken von Britten, die 1936 uraufgeführt wurden – und vom jugendlichen Zeitvertreib inspiriert sind: Der Marsch steht für den Sport, der Walzer schildert eine Party und die Burleske dreht sich um allgemeinen Unfug. Der oft von der Politik gebeutelte Schostakowitsch komponierte sein viertes Streichquartett 1949, hielt es allerdings bis nach Stalins Tod zurück – denn es finden sich hier zwar durchaus sinnlich-elegische Passagen, doch ebenso die für ihn so typisch eigenwillig-grotesken Momente. Schubert schrieb 1824 verzweifelt an seinen Bruder von »jenem fatalen Erkennen einer miserablen Wirklichkeit, die ich mir durch meine Phantasie (Gott sey’s gedankt) so viel als möglich zu verschönern suche.« Aus der Krise resultierte ein Schaffensrausch mit Werken wie dem beklemmend-melancholischen a-Moll-Quartett: Es besticht durch das Zitat des lyrischen »Rosamunde«-Themas aus Schuberts eigener Schauspielmusik – und zudem durch Anklänge an seine Vertonung von Schillers Gedicht »Die Götter Griechenlands«, wo es heißt: »Schöne Welt, wo bist du?«

Aki Sunhara Violine
Sabine Lier Barockvioline
Christof Kuen Viola
Katja Kuen Violoncello

Benjamin Britten Drei Divertimenti für Streichquartett
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 4 D-Dur op. 83
Franz Schubert Streichquartett a-Moll d 804 »Rosamunde«

Veranstaltungsort

Konzerthalle / Joseph-Keilberth-Saal
Mußstr. 1

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