Bamberger Symphoniker - 6. Kammerkonzert

12,0023,00

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(SchülerInnen, Auszubildende, Studierende, Menschen mit Behinderung (ab GdB60) und wirtschaftlich Schwache (“SozCard”, GEZ-Befreiung o. ä.) – ein gültiger Ausweis ist bei Erwerb und Eintritt vorzulegen. – freie Platzwahl)
12,00

Beschreibung

Harfe und Co.

In seinem Gedicht »Die Harmonie der Welt« stellte Johann Gottfried Herder die Fragen: »Und du zweifeltest, Freund, am hohen inneren Weltsinn? Hörst du die Harfe nicht?« Oft wird eines der ältesten Instrumente der Menschheit mit himmlischer Engelsmusik verbunden – auch in Haydns »Schöpfung«, wo es heißt: »Und die Engel rührten ihre unsterblichen Harfen.« Unser Konzert beweist, dass auf diesem magisch schillernden Instrument aber durchaus mehr möglich ist: Rund um die Harfe versammeln sich die Musiker für ein faszinierendes Kammerspiel in verschiedenen Besetzungen – und mit französischen Werken, die diverse Klang- und Farbspektren abdecken. Im Anfangsstück schweigt das Saitenspiel der Harfe allerdings noch: In der 1937 vollendeten und melodiegetränkten Sonatine für Flöte und Klarinette von Charles Koechlin, der es liebte, »das Tor zu den verzauberten Gärten zu öffnen«, um für seine Musik »ganz andere Blumen« zu pflücken. Debussy hingegen hörte gerne auf die »Ratschläge des Windes, der uns die Geschichte dieser Welt erzählt«. Seine beeindruckende Cellosonate von 1915 ist eine kammermusikalische Commedia dell’arte: Sie trug ursprünglich den Untertitel »Pierrot im Streit mit dem Mond«. Die im gleichen Jahr entstandene Sonate für Flöte, Viola und Harfe hat mit Debussys eigenen Worten »zuweilen ein schrecklich melancholisches Gepräge«. Jean Cras, der auch bei der französischen Marine wirkte, schrieb viele seiner Werke am Klavier in seiner Kajüte – 1928 schuf er sein atmosphä-
risches und mit exotischen Klängen gespicktes Quintett. Ravels zauberhaft farbenfrohes Stück ist ebenfalls ein Zeugnis für den damals pulsierenden Geist: Er komponierte es 1905 im Auftrag der Harfenfirma Érard in einem schöpferischen Akt von »acht Tagen solider Arbeit und drei schlaflosen Nächten«.

Sophia Whitson Harfe a.G.
Ulrich Biersack Flöte
Christoph Müller Klarinette
Melina Kim-Guez Violine
Minkyung Sul Violine
Wen Xiao Zheng Viola
Ulrich Witteler Violoncello

Charles Koechlin Sonatine Modale op. 155 für Flöte und Klarinette
Claude Debussy Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier (Harfe)
Claude Debussy Sonate für Flöte, Viola und Harfe
Jean Cras Quintett für Flöte, Harfe und Streichtrio
Maurice Ravel Introduction et Allegro für Harfe, Flöte, Klarinette und Streichquartett

Veranstaltungsort

Konzerthalle / Joseph-Keilberth-Saal
Mußstr. 1

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